Erstellt von bluecast am 15. März 2010
Titel:Â Complino Tauschwerkstatt – Mehr als eine Komplementärwährung
Im Rahmen der Vor- und Nachdenktreffen der INWO Zürich.
http://www.inwo.ch/cms/front_content.php?idcat=16
Donnerstag, 18. März 2010, 18:30 Uhr
Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich
Referent: Lucas Huber, Geschäftsführer Complino
Abgelegt unter Komplementäres Geld, Philosophisches, Veranstaltungen | Keine Kommentare »
Erstellt von bluecast am 27. Oktober 2008
Sind die Finanzmärkte am Beben, kommt sogar das CH-Leibblatt der Banker zum Philosophieren über das Geld. In der heutigen Ausgabe der NZZ finder man, im Kulturteil notabene, eine Art Rezension über das Buch “Philosophie des Geldes” von Georg Simmel. Die Rezension kommt etwas spät, denn das Buch wurde schon im Jahre 1900 veröffentlicht!   Â
“… Simmel führt die Macht, die das «fliessende» Geld über das Leben gewonnen hat, allerdings letztlich doch wiederum auf ein Nichts zurück, das dem Papst, mittelbar, recht geben könnte: auf den «Mangel an Definitivem im Zentrum der Seele». Das liesse sich ins Religiöse zurückübersetzen: Gott wohnt nicht mehr im Herzen der Menschen. Es ist dies nach Simmel ein Mangel, der dazu treibe, in immer neuen «Anregungen, Sensationen, äusseren Aktivitäten eine momentane Befriedigung zu suchen»; ein Mangel, der uns «in die wirre Halt- und Rastlosigkeit» verstricke, die sich «bald als Tumult der Grossstadt, bald als Reisemanie, bald als wilde Jagd der Konkurrenz, bald als die spezifisch moderne Treulosigkeit auf den Gebieten des Geschmacks, der Stile, der Gesinnungen, der Beziehungen» offenbare …” (Uwe Justus Wenzel in der NZZ vom 27.10.08).
Was die NZZ nicht erwähnt ist, dass Simmel einer der ersten war der sich ’philosophisch’ mit der Doppelrolle des Geldes als Tauschmittel und Kapital auseinandersetzte (vgl. Flotow von, 1994). Eine ebenfalls zentrale Aussage in seinem Werk „Philosophie des Geldes” ist die Definition von Tausch und Geld als eine „substanzgewordene Sozialstruktur” (Rammstedt, 1994, S.30). Geld ist somit ein allgegenwärtiger Identitätsfaktor einer modernen Gesellschaft und wirkt nach Simmel auch als Hauptantrieb für Wandel und Beschleunigung der Zeit.
Abgelegt unter Bücher, Philosophisches, Ökonomie | Keine Kommentare »
Erstellt von bluecast am 9. Oktober 2008
Heute sendete DRS2 im “Kontext” ein hörenswertes Interview mit dem Sozialphilosophen Johannes Heinrichs:
“In der Weltwirtschaft herrscht Marktwirtschaft pur. Als der Kapitalismus den Wettlauf der Systeme gewann, folgte eine weltweite Globalisierung von Geldwirtschaft, Gütermärkten und Produktionsstandorten. Nun scheint diese Weltwirtschaft am Abgrund zu stehen. Ist es das Ende des Kapitalismus?
Der Bankenkollaps betrifft längst nicht nur die USA, die Rezession schwappt nach Europa herüber. Welchen Ausweg gibt es aus dem Teufelskreis, in dem die Wirtschaft steckt? Fragen von Hansjörg Schultz an den Sozialphilosophen Johannes Heinrichs” (DRS2 http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/kontext/5004.sh10052435.html).
Download der MP3 Datei:Â http://pod.drs.ch/mp3/kontext/kontext_200810091000.mp3.
Abgelegt unter Bücher, Finanzkrise, Geld Theorie, Philosophisches, Ökonomie | Keine Kommentare »
Erstellt von bluecast am 23. August 2008
Diese 3D Animation wurde vom Bild “The octave Waves” des Malers und Philosophen Walter Russel inspiriert.
Hat aber auch noch ganz viele andere Inspirationsquellen. Wer sich für Quellforschung interessiert soll sich melden!
Abgelegt unter Allgemein, Philosophisches | Keine Kommentare »
Erstellt von bluecast am 23. August 2008
Der leider nur einigermassen bekannte deutsche Philosoph und ehemalige Jesuit Johannes Heinrichs hat im Jahr 2005 ein bemerkenswertes Buch über eine neue sozialethische Wirtschaftstheorie geschrieben. Er verbindet dabei elegant die Theorien von Silvio Gesell mit den von Karl Marx und anderen. Aus sozialwissenschaftlicher Sichtweise besonders interessant ist, wie er die Systemtheorie, die ja bekanntlich nicht gerade als humanistisch bezeichnet werden kann, mit fundierter spiritueller Philosophie und Systemkritik verbindet.
Ich kann nur sagen, wow, chappeau oder wie auch immer! 
P.S: Das Buch ist trotz der komplexen Materie noch einigermassen lesbar.
Heinrichs, Johannes. (2005). Sprung aus dem Teufelskreis. Sozialethische Wirtschaftstheorie, Band I. München: Steno Verlag.
Auch sehr interessant, aber schon sehr nahrhafte Bettlektüre:
Heinrichs, Johannes. (2005). Logik des Sozialen. (Eine erweiterte Neuauflage von “Reflexion als soziales System”, 1976) München: Steno Verlag.
Links:
Link zum Online Buch: http://www.uni-ulm.de/uni/intgruppen/memosys/tkreis.htm
http://www.viergliederung.de
Mezger über Heinrichs: Revolution der Demokratie
http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Heinrichs
Abgelegt unter Bücher, Geld Theorie, Philosophisches, Ökonomie | Keine Kommentare »
Erstellt von bluecast am 15. September 2007
Etwas sehr vereinfacht betrachtet , könnte man darüber spekulieren ob wir (entwickelten) Menschen ohne es zu wissen schon lange alle der gleichen Religion angehören.
Wir beten mehr oder weniger ausgeprägt alle den gleichen Gott Mammon an.
“Das Wort Mammon leitet sich ursprünglich vom aramäischen Wort aman ab und bedeutet das, worauf man vertraut. Einer anderen Quelle zufolge stammt es von dem aramäischen Wort mamona (Vermögen, Besitz) ab. Das Wort gelangte über seine griechische Schreibweise in die Bibel, und in der Vulgata wird daraus lateinisch mam[m]ona. Martin Luther übersetzte das Wort nicht, und so gelangte es als Mammon ab dem 16. Jahrhundert ins Deutsche” (Wikipedia, 2007)
Dies ist auf jeden Fall die Quintessenz der Dissertation von Jochen Weiss «Mammon. Eine Motivgeschichte zur Religiosität des Geldes» an der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaft der Uni Mannheim. Weiterlesen »
Abgelegt unter Allgemein, Geld Theorie, Philosophisches | Keine Kommentare »