Seit März 2009 gibt es das Online Magazin CCMagazine. Es berichtet in Englisch vornehmlich aus dem angelsächsischen Teil der Welt über neue Entwicklungen in der Szene und über interessante Initiativen.
Im heutigen TagesAnzeiger ist ein längeres Interview mit Bernard Lietaer erschienen. Leider ist der Fokus etwas einseitig auf den WIR gerichtet, aber trotzdem lesenswert.
Der WIR hat in der Schweiz ja nicht den besten Ruf was auch nicht ganz unbegründet ist. Trotz den Einschränkungen, eine Bank und eine Komplementerwährung zu sein, hat das Modell WIR eine lange Erfolgsgeschichte hinter sich und die Schweiz dürfte auch ein bisschen drauf stolz sein.
Die Vorderung von Lietaer nach mehr Engagement des Staates bei den Komplementerwährung ist auf jeden Fall zu weiter zu empfehlen.
Norbert Rost 13.03.2009 in Telepolis
“Das alte Geld stirbt, das neue wird verschlüsselt, sicher, dezentral und nutzerfreundlich sein.
No Future an den Finanzmärkten des alten Jahrtausends. Das Geld der Zukunft basiert auf Dezentralbanken und Open Source, ist frei konfigurierbar und jeder Nutzer darf an verschiedenen Systemen gleichzeitig teilnehmen.
Der Wirtschaftspublizist Werner Vontobel scheint im Sonntagsblick plötzlich Geschmack an innovativen Ansätzen zu finden. Auf jeden Fall erstaunt es, dass Themen die sonst eher im Ressort Kultur/Soziales zu finden sind, es plötzlich auf die Wirtschaftsseite schaffen.
Zitate:
“Der Versuch, die ganze Welt mit einer einzigen Maschine laufen zu lassen, ist soeben grandios gescheitert», resümiert der SozialÂethiker Prof. Hans Ruh (75). Wir haben voll auf die globale Wirtschaft gesetzt und so die lokalen Netze geschwächt.  ….
… Auch die geldlose Wirtschaft müsste ausgebaut werden. In Deutschland, wo die Normalbürger schon viel stärker unter die Räder der Globalisierung gekommen sind, stehen dabei vor allem zwei Lösungsansätze im Vordergrund:
Ein Grundeinkommen von 1500 Euro pro Kopf und Monat – unabhängig davon, ob jemand eine bezahlte Arbeit hat oder sucht. …
Regiogeld, Lokale WährunÂgen waren in der Krise der Dreissigerjahre ein grosser Erfolg. Ein Strafzins sorgte dafür, dass das Geld im Umlauf blieb, was Arbeitsplätze schuf”. …(Sonntagszeitung, 1.3.2009)