Wer die Zeche nicht bezahlen kann, muss Geschirr spülen. In Tauschnetzen wird dieser tausendfach angewandte Stammtischspruch zur Realität. Menschen jeglicher Couleur tauschen Geburtstagskuchen gegen Computerkurse. Bezahlt wird mit Zeit.
In Basel wirtschaftet ein wachsendes Netz von Gewerbetreibenden mit Parallelgeld, dem Bon-Netz-Bon. Sowohl Tauschnetz, wie Parallelgeld verstehen sich als Gegenentwurf zur globalisierten Finanzwirtschaft.
Im Zug der Finanzkrise stellt Input die Frage nach der Massentauglichkeit alternativer Geldsysteme und prüft sie im Alltag.
Im heutigen TagesAnzeiger ist ein längeres Interview mit Bernard Lietaer erschienen. Leider ist der Fokus etwas einseitig auf den WIR gerichtet, aber trotzdem lesenswert.
Der WIR hat in der Schweiz ja nicht den besten Ruf was auch nicht ganz unbegründet ist. Trotz den Einschränkungen, eine Bank und eine Komplementerwährung zu sein, hat das Modell WIR eine lange Erfolgsgeschichte hinter sich und die Schweiz dürfte auch ein bisschen drauf stolz sein.
Die Vorderung von Lietaer nach mehr Engagement des Staates bei den Komplementerwährung ist auf jeden Fall zu weiter zu empfehlen.
THE YES MEN FIX THE WORLD ist eine Art wahre screwball Geschichte über zwei politische gonzo Aktivisten die, vorgeben top Kaderleute von Grossunternehmen zu sein.
Sie lügen sich ihren Weg in das big business und in Konferenzen und bringen dadurch einige der Chefetagen der Big Player ins Schwitzen.
“Funnier and more useful than Sacha Baron Cohen’s Brüno.” — The Observer
“It shines with raw wit and originality.” — Newsweek
“This is the year’s top documentary film.” — New Scientist
“Comedic vigilante justice… Media-savvy pie-to-the-face.” — USA Today
Lief neulich auf Arte, kommt hoffentlich auch bald auf anderen Kanälen.
Der Grimme-Preisträger Claus Strigel begibt sich auf eine Forschungsreise in die Welt des Geldes und lüftet dessen Geheimnisse. Die genialste Erfindung der Menschheit erweist sich als ebenso nützlich wie zerstörerisch.
Einen interessanten Tipp für alle – vor allem jene, die wissenschaftlich sich mit dem Thema Komplementärwährung beschäftigen, haben Dr. Niko Peach und Dipl.Ök. Werner Onken vom Postwachstumsökonomie-Portal an der Uni Oldenburg: Auf http://www.cc-literature.org findet man online jede Menge Informationen zu Regionalwährungen. Die Online-Datenbank wurde mit Hilfe der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen ins Netz gestellt und wird von Rolf F. H. Schroeder aus Bremen (General Editor), Marie Fare, Université Lumière Lyon (Focus: French Literature) und Yoshihisa Miyazaki, Hokkaido University (Focus: Japanese Literature) betreut.
Quelle: http://www.unterguggenberger.org/news.php?m=single&id=446
Nach einigen Jahren an Vorarbeiten ist Anfang Monat das Buch zum Denknetz Projekt einer Allgemeinen Erwerbsversicherung AEV erschienen. Die Autoren und Autorinnen haben sich, was vom Gewerkschaft nahem Denknetz nicht selbstverständlich ist, bemüht einen Ansatz zu entwickeln der realisierbar scheint und nicht nur Unterstützung von linker Seite verdient. Es stellt sich dabei eher die Frage ob die CH Sozialpolitik politisch überhaupt noch reformierbar ist?
Die AEV hat zum Ziel Sozialhilfe, IV und ALV Arbeitslosenversicherung unter ein Dach zu bringen und um Familienergänzungsleistungen zu ergänzen.
„Die Idee von Schutz, Wiederaneignung und Erweiterung der Sphäre der Gemeingüter ist ein Kompass für den Weg in eine sichere Zukunft.“ (Silke Helfrich)
“Gemeingüter sind Räume, in denen wir frei sind.” (Yochai Benkler, Harvard University)
Wasser und Wissen, die Bausteine des Erbgutes und die Weite des Weltalls – auf den ersten Blick scheint sie nichts zu verbinden. Und doch bilden sie die Gemeingüter/Commons, die alle Menschen miteinander teilen – und die der Gesellschaft immer mehr verloren gehen. Die Welt gehört nicht mehr allen; unsere Commons werden privatisiert, eingezäunt und kommerzialisiert und sind dadurch unbezahlbar geworden.
Wem gehört die Welt? Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter, herausgegeben von Silke Helfrich mit der Heinrich-Böll-Stiftung und soeben im oekom verlag erschienen, wirft einen neuen, themenübergreifenden Blick auf den Zustand unserer Gemeinschaftsgüter (siehe http://www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Wem+gehoert+die+Welt+,34,a12372.html).
Ein Thema dessen Dringlichkeit nicht zu unterschätzen ist. Dem Ausverkauf der öffentlichen Güter und dem Gerede der Marktfähigkeit von natürlichen Monopolen muss ein Riegel geschoben werden. Doch leider verhindert an allen Ecken das Denken der Besitzstandwahrung eine vernünftige politische Diskussion. Und sobald die Finanzkrise auch auf die öffentlichen Institutionen durchschlägt, sind die Kommunen gerne wieder bereit ihre finanziellen Engpässe mit der Veräusserung der bald letzten Quadratmeter gemeindeeigenen Boden zu lösen.
Norbert Rost 13.03.2009 in Telepolis
“Das alte Geld stirbt, das neue wird verschlüsselt, sicher, dezentral und nutzerfreundlich sein.
No Future an den Finanzmärkten des alten Jahrtausends. Das Geld der Zukunft basiert auf Dezentralbanken und Open Source, ist frei konfigurierbar und jeder Nutzer darf an verschiedenen Systemen gleichzeitig teilnehmen.