Seit März 2009 gibt es das Online Magazin CCMagazine. Es berichtet in Englisch vornehmlich aus dem angelsächsischen Teil der Welt über neue Entwicklungen in der Szene und über interessante Initiativen.
Heute Abend erscheint auf 3 sat nochmals der sehenswerte Filme von Joachim Faulstich. Er zeigt, wie die Mauern zwischen konventioneller Medizin und ungewöhnlichen Behandlungsmethoden zu wanken beginnen. Auch sehr lesenswert sein Buch zum Thema mit dem gleichen Titel (ISBN 3-426-65655-8).
Das Buch vertieft die Thematik und zeigt anhand des Energieebenenmodel von Jean Gebser die Komplementärmedizin als Ausdruck des kommenden integralen Bewusstsein.
Eine New-Age-Kommune um den Milliardärssohn David Cutler führt eine digitale Ersatzwährung den Zero ein. Dann wird David ermordet – vielleicht sogar im Auftrag seines Vaters, der die eigenen Pfründen durch den Zero bedroht sieht. Der ehemalige Topjournalist Max Fuller nimmt sich der Sache an und gerät in eine weltumspannende Verschwörung. Schnell, spannend, ironisch, mit manchmal etwas zu trockenen Dialogen. Ein perfekter Stoff für einen Film. Wann sehen wir den ersten Hollywood Blockbuster über eine Alternative zum Dollar?
Das ganze ist natürlich sehr fiktiv und eine einzige Komplementärwährung ist sicher nicht die Lösung. Aber die historischen Hintergründe zum Thema sind mehrheitlich korrekt wiedergegeben. Mich stören die etwas zu gesucht koolen Dialoge,  etwas weniger wäre hier mehr und würde da ganze noch überzeugender machen.  Auf jeden Fall eine unterhaltsame Art etwas zum Thema zu erfahren.
John S. Cooper: Zero. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2010, 368 S., ca. 16 Fr.
Urban Priol und Georg Schramm zogen in “Neues aus der Anstalt” vom 11. Mai wie gewohnt gekonnt über die aktuelle Politik, sowie über die Finanzwirtschaft her.
Während der Sendung zog Georg Schramm „Anstaltsgeld“ aus seiner Jackentasche. Es sah so ähnlich aus wie die Potsdamer „Havelblüten“ und hiess „Schizo“. Aufgedruckt waren die Konterfeis von Priol und chevydealer.com Schramm. Von kommunalem Zweitgeld sprach Schramm, erinnerte an das historische Freigeldexperiment von Wörgl, wies auf die aktuellen „Chiemgauer“ hin und forderte das Publikum auf, sich mal im Internet über „zinsfreies Geld“ und „Freigeld“ zu informieren.
Der Name Fritz Schwarz dürfte wohl nur wenigen Zeitgenossen bekannt sein, denn der engagierte Politiker, Freiwirtschafter und Schriftsteller lebte von 1887–1958. Dazu dass sein Name nicht ganz in Vergessenheit gerät haben seine Tochter Ruth Binde und der Synergia Verlag mit der Neuauflage einiger seiner Werke gesorgt. Als eines der letzten Werke seines Schaffens wurde nun das Buch «Segen und Fluch des Geldes in der Geschichte der Völker» neu aufgelegt und mit einem sehr lesenswerten Vorwort von Ueli Mäder und Simon Mugier angereichert. Link zum in der WOZ abgedruckten Vorwort: http://www.woz.ch/artikel/2010/nr01/wirtschaft/18799.html
Das sehr schön gestaltete Buch führt die Leserschaft aus einer monetären Perspektive von der altjüdischen Geschichte über die Hochkulturen Vorderasiens und Ägyptens bis zu den europäischen Zwischenkriegsjahren. Dies ist dank dem Fritz Schwarzes engagierten und leicht verständlichen Schreibstil über weite Strecken eine flüssige, hochinteressante und auch einigermassen nachvollziehbare Angelegenheit. Aus dem Ansatz heraus in dem das Buch seinerzeit geschrieben wurde sind leider auch auch einige Längen unvermeidlich. Man bedenke es sind seither 85 Jahre vergangen und trotzdem findet man darin sehr viel erhellendes und hochaktuelles. Es muss aber gesagt sein, dass das Buch nicht gerade einen einfachen Einstieg in die Materie liefert. Entweder bringt die geneigte Leserschaft eine gehörige Portion Geduld mit, oder sie kann auf einige Vorkenntnisse auf historischem oder finanztechnischem Gebiet zurückgreifen. Das Buch ist von Fritz Schwarz ausdrücklich als Grundlagenwerk geschrieben worden und er hat es in seinem Vorwort von 1931 so deklariert. Er verfolgte damit die Absicht diesen sehr vernachlässigten Teil der Geschichte und somit die Entstehung des modernen Finanzwesens auf ein wissenschaftliches Geleise zu leiten. Dass dies zu seinen Lebzeiten nicht gelungen ist, ist weder dem Autor noch seinem Werk anzulasten, sondern einem Zeitgeist der seinem Gedankengut ca. 80 Jahre hinterher hinkte. Deshalb ist es ein wichtiges Buch für die heutige Zeit und es ist zu hoffen, dass die Wissenschaft den Ball diesmal auch weiterspielen wird und das Gedankengut in einer aktualisierten und eingänglichen Art und Weise für neue Publikation sorgt.
Selbstverständlich kann man dem Buch auch einige Mängel ankreiden. Zum einen handelt es sich aus heutiger Sichtweise um eine frühe Form von Thesenjournalismus den Fritz Schwarz hier betrieben hat. Dass dem so ist, deklariert er im Vorwort gleich selbst und dies sollte einem beim Lesen auch bewusst sein. Wir sind uns heute eher gewohnt die Geschichte aus einer multiperspektivescheren Sicht zu sehen als es Fritz Schwarz 1925 getan hat. Seine daher etwas einseitig wahrnehmbare Verknüpfungen vom Aufstieg und Niedergang der Völker und Kulturen mit dem Geldsystem wirken daher zuweilen etwas eindimensional. Schade ist auch, dass der Autor erst ein paar Jahre nach 1925 die positiven Aspekte des hochmittelalterlichen Brakteatesystems (siehe sein Beitrag) erkannte und diese Erkenntnis im vorliegenden Werk deshalb nicht zu finden ist. Doch dies könnte ev. für heutige wissenschaftliche Autoren und Autorinnen ein weiterer Anreiz sein, diese Geschichte aus einer Perspektive des 21ten Jahrhunderts nochmals aufzuarbeiten. Trotz allem ist das Buch allen zu empfehlen, die sich kritisch mit dem Thema Geld auseinandersetzen wollen und es ist zu hoffen, dass der engagierte Autor auch 50 Jahre nach seinem Tod, noch Menschen dazu bewegen kann ihre Energie in dieses wichtige Thema zu stecken. Die Aktualität des Buches und die soziale Brisanz, die mit der Finanzkrise aktuell geworden ist, beschreiben Mäder und Mugier im Vorwort sehr treffend:
“Der Stil dieses Buches über die Geschichte des Geldes ist geprägt von einer Mischung aus überzeugtem Engagement und pädagogischem Wohlwollen. Das macht es neben seinem informativen Gehalt spannend zu lesen. Und dass die provokativen und umstrittenen Ideen von Schwarz nicht nur naive Utopien sind, sondern durchaus Realitätsbezug aufweisen, zeigt sich nicht nur daran, dass die Schweiz schon vor längerem Gesetze gegen die Bodenspekulation einführte. International werden ebenfalls einzelne Ideen der Freiwirtschaft neu debattiert und teilweise sogar angewendet. So haben Regierungen teilweise erkannt, dass der Geldfluss in der Wirtschaft nicht versiegen darf. Auch der prominente Globalisierungskritiker Joseph Stiglitz warnt vor der Verknappung des Geldes. Denn Wirtschaftskrisen treffen die sozial Benachteiligten am härtesten. Diese haben keine Geldreserven, von denen sie zehren können. Während einzelne Reiche etwas vom vielen Geld verlieren und narzissÂtisch gekränkt sind, sind für die Armen schon geringfügige Einbussen existenzielle Bedrohungen. Die aktuelle Situation zeigt deutlich, wie weit wir von einer Gesellschaft entfernt sind, in welcher soziale Ungleichheiten strukturell verhindert werden. Das war das Anliegen von Fritz Schwarz. Dafür setzte er sich ein. Sein Engagement für eine bessere Welt beeindruckt, unabhängig davon, wie stimmig und hilfreich seine Lehren der Freiwirtschaft waren und sind.”
(Segen und Fluch des Geldes in der Geschichte der Völker, Band I, Überarbeite Neuauflage 2010, Synergia Verlag, Darmstadt, ISBN: 978-3-940392-03-9)
Ein Video über den berühmten Ökonomen John Maynard Keynes und seinen Rivalen Friedrich August von Hayek ist ein Hit auf Youtube.
“Das Rap-Video «Fear the Boom and Bust» («Fürchte den Auf- und Abschwung») wurde seit dem 26. Januar bereits über 750 000-mal angesehen. In der Rangordnung der populärsten Politikvideos steht es an neunter Stelle und existiert in Fassungen mit spanischen, französischen, japanischen, chinesischen und finnischen Untertiteln. In einigen US-Colleges wird das Video bereits als Unterrichtsmaterial genutzt.” (TagesAnzeiger 11.2.10)
“Bausteine einer wirtschaftlichen Regionalisierung” lautet der Titel eines 40-Minuten-Vortrages, in dem der selbständige Wirtschaftsinformatiker und Regionalentwickler Norbert Rost der Frage nachgeht, wie eine Regionalisierung wirtschaftlicher Strukturen auf lokaler Ebene befördert werden kann.