Der leider nur einigermassen bekannte deutsche Philosoph und ehemalige Jesuit Johannes Heinrichs hat im Jahr 2005 ein bemerkenswertes Buch über eine neue sozialethische Wirtschaftstheorie geschrieben. Er verbindet dabei elegant die Theorien von Silvio Gesell mit den von Karl Marx und anderen. Aus sozialwissenschaftlicher Sichtweise besonders interessant ist, wie er die Systemtheorie, die ja bekanntlich nicht gerade als humanistisch bezeichnet werden kann, mit fundierter spiritueller Philosophie und Systemkritik verbindet.
Ich kann nur sagen, wow, chappeau oder wie auch immer!Â
P.S: Das Buch ist trotz der komplexen Materie noch einigermassen lesbar.
Heinrichs, Johannes. (2005). Sprung aus dem Teufelskreis. Sozialethische Wirtschaftstheorie, Band I. München: Steno Verlag.
Auch sehr interessant, aber schon sehr nahrhafte Bettlektüre:
Heinrichs, Johannes. (2005). Logik des Sozialen. (Eine erweiterte Neuauflage von “Reflexion als soziales System”, 1976) München: Steno Verlag.
“Wo alle sich an allen bereichern, da werden am Ende alle reich! Und wo alle auf Kosten aller reich werden, da zahlt keiner die Kosten! Wunder aller Wunder! Und wenn ihr fragt, liebe Gläubige, woher kommt all dieser Reichtum? Dann sage ich euch: Er kommt aus dem zukünftigen Profit seiner selbst! Sein eigener zukünftiger Nutzen ist es, den wir jetzt schon geniessen! Je mehr jetzt da ist, desto grösser ist der zukünftige Profit, und je grösser der zukünftige Profit, desto mehr ist wiederum jetzt da. So sind wir unsere eigenen Gläubiger und unsere eigenen Schuldner in Ewigkeit, und wir vergeben uns unsere Schulden, Amen!
aus Michael Ende: Der Spiegel im Spiegel. Ein Labyrinth, dtv-Verlag München, 1990, S.41 Worte des Predigers
ZEITGEIST the Movie Teil3: “Achtet nicht auf die Männer hinter dem Vorhang”
Es sind zwar eine Menge von Verschwörungstheorien im Zeitgeist Movie enthalten.
Doch leider muss man annehmen, dass eine Menge von Ihnen nicht ganz aus der Luft gegriffen sind.
Ich würde dazu sagen: Bleib cool und wie es die Amerikaner ausdrücken, give it a shot.
Teil 3 zeigt anhand des Federal Reserve Systems auf wie ein Zentralbanksystem funktioniert, wie Bankiers durch Finanzierung beider Seiten als Profiteure aus Kriegen hervorgehen und ausserdem welche Art von Zeitgeist uns heute umgibt: Warum lassen wir uns von Angst in ihren verschiedenen Formen so leicht steuern und beeinflussen?
Der Teil schliesst mit einem Zitat von Bill Hicks: “It’s only the choice [..] between fear and love!”
von Prof. Dr. Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover
(kopiert von seniora.org, Kommentare von Max leicht gekürzt … )
Vorbemerkung Max: Wir brachten den Artikel schon mehrmals in den MaxNews, doch er ist einfach so gut und immer noch zeitgemäß, dass alle diesen nochmals lesen sollten. Dieses Mal haben wir uns die Mühe gemacht den Artikel zu kommentieren.
Der grösste und weitreichendste Wirtschaftsskandal unserer Tage findet z.Zt. durch die Manipulationen an den Geld- und Währungssystemen statt. Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet. Sicher ist aber, dass der Geldbetrug wie jeder andere Betrug auch nicht langfristig zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer führen kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer missbraucht werden kann.
Nach der Finanztheorie ist Geld ein legalisiertes Tauschmittel, welches auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Die Ausgabe von Geld war deshalb früher staatliches Privileg (Münzhoheit). Die als Geld umlaufenden Gold-, Silber- und Kupfermünzen hatten staatliche Prägung. Der Staat garantierte also die Reinheit des Metalls und das Gewicht der Münzen, so dass man nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland jederzeit wusste, wieviel jedes Geldstück wert war. So waren die Metallmünzen zugleich Tauschmittel und Dauerwert. Weiterlesen »
Deutschland entwickelt sich immer mehr zum Komplementärwährungs Eldorado.
Auch im Video Bereich tut sich einiges. Neuestes Projekt von Neue Impulse.
Das Video kommt zwar in einen harmlosen Bilderbuchstil daher, polarisiert und vereinfacht aber die Thematik zu stark.
Schade, den sonst wäre die Verpackung in eine märchenhafte Geschichte für ein ideales Aufklärungsmedium geeignet.
Merke: Polarisierung ist das Gegenteil einer wirklich komplementären Haltung.
am 18.01.2008 um 20:00 Uhr Ort: Volkshaus Zürich, Stauffacherstrasse 60, Grüner Saal Beschreibung: Dieser Vortrag richtet sich an alle, die das gegenwärtige Wirtschaftssystem besser verstehen, kompetent kritisieren und konstruktiv verändern wollen. Er zeigt auch für interessierte Nicht-Ökonomen nachvollziehbar die Stärken und Schwächen der gängigen Wirtschaftstheorie auf und entwirft eine undogmatische Synthese ihrer richtigen Erkenntnisse.
Bern Senf bezieht sich im Vortrag auf sein Buch “Die blinden Flecken der Ökonomie” (München 2001) info@inwo.ch Veranstalter: INWO Schweiz Maximale Teilnehmerzahl: 60 Kosten:
1: Eintritt: CHF 25,–, Ermässigt CHF 18.–
2: Info: INWO Schweiz, Tel.: 062 822 84 86, (Dienstag bis Donnerstag)
Geld macht sexy. Geld heißt Macht. Aber wir wissen wenig über die Erfindung. Der Film macht sich mit auf die Suche nach dem magischen Geist des Geldes. (http://www.geistdesgeldes.com)
Ein Film von : Yorick Niess
Knapp 3.000 Jahre Geschichte haben unseren Umgang mit Geld verändert.
Der Film schärft den Blick auf unser Zahlungsmittel.
Das Geld ist das Brecheisen der Macht, daran dürfte sich auch nach den Wahlen, bei denen es letztlich doch vorwiegend um Macht und Geld geht, so gut wie sicher nichts ändern. Obwohl wir täglich darauf angewiesen sind, existiert nichts Vergleichbares, worüber wir so wenig wissen. Anders schon vor 100 Jahren der US-Ölmagnat John D. Rockefeller: Ein Geld das sich nicht horten lässt, ist die tödlichste Gefahr für die Macht das Grosskapitals und muss deshalb mit allen Mitteln bekämpft werden. Eindeutiges Beispiel sind die für sogenannt unfreundliche Firmenübernahmen grenzüberschreitend eingesetzten Milliardenbeträge. Weiterlesen »
Eine Theorie der Finanzmärkte, die ziemlich gut zu passen scheint
Die meisten Teilnehmer an den Finanzmärkten stehen im Ruf, eher Praktiker als Theoretiker zu sein. Zurzeit jedoch feiert in den Bankentürmen ein Ökonom seine Auferstehung, der zu Lebzeiten kaum bekannt war: Hyman P. Minsky. Der verstorbene Amerikaner (1919 bis 1996) hatte schon vor Jahrzehnten eine Theorie der Finanzmärkte vorgelegt, die in der Lage scheint, ziemlich gut zu erklären, was sich seit einiger Zeit an den Märkten abspielt. Minskys später Ruhm schlägt sich auch in Zahlen nieder. Für einzelne Exemplare eines in kleiner Auflage erschienenen Buches aus dem Jahre 1986 („Stabilizing an unstable Economy“) werden Preise bis zu 2000 Dollar bezahlt. … weiterlesen auf FAZ net
Text: F.A.Z., 14.09.2007, Nr. 214 / Seite 23 Bildmaterial: DIETER RÜCHEL – F.A.Z.