In Kalifornien probt eine kleine Gemeinde einen Versuch mit einer Komplementärwährung die Lebensmittel gedeckt ist.
In Willits glauben immer mehr Einwohner nicht an den wieder steigenden Wert von Papiergeld. Das Vertrauen in den klassischen Dollar sinkt in Willits.
Sie haben zunächst 600 ‘10-Dollar-Noten’ ausgegeben und für die eingenommenen Dollar sofort haltbare Lebensmittel gekauft: etwa Reis, Getreide und Bohnen. Die »Mendo Credits« genannte Zweitwährung wird inzwischen an einigen Plätzen von Willits ganz offiziell akzeptiert.
Der Wirtschaftspublizist Werner Vontobel scheint im Sonntagsblick plötzlich Geschmack an innovativen Ansätzen zu finden. Auf jeden Fall erstaunt es, dass Themen die sonst eher im Ressort Kultur/Soziales zu finden sind, es plötzlich auf die Wirtschaftsseite schaffen.
Zitate:
“Der Versuch, die ganze Welt mit einer einzigen Maschine laufen zu lassen, ist soeben grandios gescheitert», resümiert der Sozialethiker Prof. Hans Ruh (75). Wir haben voll auf die globale Wirtschaft gesetzt und so die lokalen Netze geschwächt. ….
… Auch die geldlose Wirtschaft müsste ausgebaut werden. In Deutschland, wo die Normalbürger schon viel stärker unter die Räder der Globalisierung gekommen sind, stehen dabei vor allem zwei Lösungsansätze im Vordergrund:
Ein Grundeinkommen von 1500 Euro pro Kopf und Monat – unabhängig davon, ob jemand eine bezahlte Arbeit hat oder sucht. …
Regiogeld, Lokale Währungen waren in der Krise der Dreissigerjahre ein grosser Erfolg. Ein Strafzins sorgte dafür, dass das Geld im Umlauf blieb, was Arbeitsplätze schuf”. …(Sonntagszeitung, 1.3.2009)
Ein Beispiel für die wirtschaftsbelebende Wirkung einer Regionalwährung ist die Stadt Fortaleza in Ceará im Norden Brasiliens. Als Beispiel für eine solidarische Ökonomie gab dort die Gemeinschafts-Kredit-Bank eine eigene Gutscheinwährung, die Palma heraus, und stimulierte damit erfolgreich die lokale Wirtschaft. Grund fürs brasilianische Fernsehen, darüber ausführlich zu berichten. Den Beitrag ist auf portugiesisch mit englischen Untertiteln. Weitere Infos zum Projekt gibt es zudem auf http://www.citizenbase.org/node/3018 - Beitrag übernommen von Untertuggenberger Institut und DENKmal-Film!
Schon vor ein paar Wochen hat Helen Brügger in der WOZ (Wochenzeitung) einen interessanten und wohlwollenden Artikel über die Schweizer Tauschbörsenszene geschrieben.
Vom 29. Mai bis 1. Juni 2008 findet im Emmental ein öffentliches Forum für Entwicklung in Landregionen statt.
Vorträge und Kultur, Austausch und Spiel mit Gleich- und Anders- Gesinnten werden den Besuchern und Besucherinnen in diesen vier Tagen neue Impulse vermitteln!
Prof. Dr. Bernd Senf, Ing. Karl Sieghartsleitner, Ing. Josef Jenni, und viele weitere Quer- und Voraus- Denker werden ihre Visionen und Erkenntnisse an die Teilnehmenden weitergeben.
Das Ziel ist es, Menschen mit wegweisenden Ideen zusammen zu bringen und diese Ideen weiter zu entwickeln und sie in der Regionen an unserem Arbeitsplatz und in unserem täglichen Umfeld umzusetzen.
Das Regiotop soll unser Leben auf vielen Ebenen fördern und die Lebensqualität in den Regionen verbessern.
Mehr zum Öffentlichen Forum Regiotop: http://www.regiotop.ch
In der Region Basel ist seit Ende 2006 eine vielversprechende neue Regionalwährung am entstehen. Der “dreyecker” soll die Region Schopfheim, Wiesental und Umgebung zu mehr regio-drive verhelfen. Laut Aussagen von Heinz Rellermeier machen schon über 50 Läden bei dieser Initative mit.
Technisch orientiert sich der “dreyecker” am Modell der bisher erfolgreichsten deutschen Regionalwährung dem “Chiemgauer” (http://www.chiemgauer.info). Der “Chiemgauer”wie der “dreyecker” sind Euro gebunden und haben eine Umlauf- und Rücktauschgebühr. Auch die starke Einbindung des regionalen Gewerbes und die Möglichkeit von Betrieben auf der Rückseite des Wertscheins Werbung anzubringen ist eine gemeinsames Merkmal.
Eine neue Regionalwährung in Deutschland kommt in Fahrt.
Wie an vielen Orten auch (www.regionetzwerk.de) entsteht in Karlsruhe ein regionales Tauschmittel. Neben dem Euro kann seit 2005 bei einer wachsenden Zahl von klein- und mittelständischen Anbietern mit ihm eingekauft werden. (siehe auch TA von heute S.29)