Ein Link auf die Homepage der Universität St. Gallen zu aktuellem Anlass:
In diesem Dossier finden Sie eine Auswahl an Medienbeiträgen einzelner HSG-Professorinnen und -Professoren mit unterschiedlichen Blickwinkeln zur aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise (Banking, Finanzwissenschaft, Volkswirtschaft, Recht, Wirtschaftsethik, etc.).
Der Wirtschaftspublizist Werner Vontobel scheint im Sonntagsblick plötzlich Geschmack an innovativen Ansätzen zu finden. Auf jeden Fall erstaunt es, dass Themen die sonst eher im Ressort Kultur/Soziales zu finden sind, es plötzlich auf die Wirtschaftsseite schaffen.
Zitate:
“Der Versuch, die ganze Welt mit einer einzigen Maschine laufen zu lassen, ist soeben grandios gescheitert», resümiert der Sozialethiker Prof. Hans Ruh (75). Wir haben voll auf die globale Wirtschaft gesetzt und so die lokalen Netze geschwächt. ….
… Auch die geldlose Wirtschaft müsste ausgebaut werden. In Deutschland, wo die Normalbürger schon viel stärker unter die Räder der Globalisierung gekommen sind, stehen dabei vor allem zwei Lösungsansätze im Vordergrund:
Ein Grundeinkommen von 1500 Euro pro Kopf und Monat – unabhängig davon, ob jemand eine bezahlte Arbeit hat oder sucht. …
Regiogeld, Lokale Währungen waren in der Krise der Dreissigerjahre ein grosser Erfolg. Ein Strafzins sorgte dafür, dass das Geld im Umlauf blieb, was Arbeitsplätze schuf”. …(Sonntagszeitung, 1.3.2009)
Am 22. Januar 2009 ist es soweit: “LET’S MAKE MONEY” der neue Film von Erwin Wagenhofer läuft in den Schweizer Kinos an. Wer nicht mehr bis zu diesem Zeitpunkt warten möchte, hat die Möglichkeit sich den Film bereits an einer der Vorpremieren in Zürich, Basel oder Bern
anzuschauen.
Zürich: 11. Januar 2009 – Arthouse Alba – 17.30 Uhr
Basel: 11. Januar 2009 – kult.kino Atelier – 11.00 Uhr
Bern: 17. Januar 2009 – Kino Movie 1 – 13.00 Uhr
Beide Vorpremieren in Zürich und Basel finden in Anwesenheit des Regisseurs statt. Im Anschluss an den Film ist jeweils ein Gespräch mit Erwin Wagenhofer vorgesehen in dessen Verlauf er sich auch den Fragen aus dem Publikum stellt.
„Wenn die Krise zuschlägt, dann sind es die Armen und Entrechteten, deren Leben ins Wanken gebracht wird. Sie brauchen am längsten, um sich von der Krise zu erholen. Manchmal gelingt es ihnen niemals, zu ihren vormaligen Leben zurückzukehren.” Sakiko Fukuda-Parr, Professor für Internationale Angelegenheiten an der New School in New York.
So beginnt der Hintergrundbericht von Mohammed Dockrat und S. Wilms in der islamischen Zeitung.
Die Teuerungsraten in Deutschland stürzen ab: Rapide sinkende Energiepreise haben die Inflation auf das niedrigste Niveau seit zwei Jahren gedrückt. Nun wächst die Angst vor einer Deflation. Experten fordern deshalb rasche Steuersenkungen
Das beste (langfristige) Rezept gegen die Finanzkrise findet man/frau im Brockhaus. Mal angenommen Lieschen Müller ist nicht auf den Kopf gefallen und hat genug von den Rezepten und Vorhersagen der Finanzexperten. Sie will zuerst mal wissen, wie das funktioniert, dass plötzlich so viel Geld entstehen konnte und jetzt wieder plötzlich veschwindet. Sie zieht ihren Brockhaus aus dem Regal und schaut zuerst mal nach unter dem Begriff “Geldschöpfung”.
„Geldschöpfung: der Prozess der Gewährung von Krediten und der Bildung von (Sicht-)Einlagen mit dem Effekt einer Vermehrung der Geldmenge. Die Notenbank schafft Geld, indem sie Aktiva der Geschäftsbanken (z. B. Devisen, Geldmarktpapiere) ankauft und den Banken Sichtguthaben einräumt, die diese im Verrechnungsverkehr untereinander nutzen oder als Bargeld abheben können. Die Geschäftsbanken schaffen auf dreierlei Weise Geld. Erstens können sie Geldsubstitute in Sichteinlagen umwandeln, zweitens von Nichtbanken z. B. Gold, Devisen oder Wertpapiere erwerben und den Gegenwert als Einlage gutschreiben, und drittens können sie Kredite an Nichtbanken vergeben und diesen entsprechende Guthaben einräumen (Kreditschöpfung). Die auf diese Weise der Wirtschaft zufliessenden Finanzmittel werden grundsätzlich v. a. als Sichteinlagen auf Girokonten gehalten (daher auch die Bezeichnungen Buchgeld- oder Giralgeldschöpfung; Geld)… ” (Brockhaus, 2007, Geldschöpfung). Weiterlesen »