Ein Video über den berühmten Ökonomen John Maynard Keynes und seinen Rivalen Friedrich August von Hayek ist ein Hit auf Youtube.
“Das Rap-Video «Fear the Boom and Bust» («Fürchte den Auf- und Abschwung») wurde seit dem 26. Januar bereits über 750 000-mal angesehen. In der Rangordnung der populärsten Politikvideos steht es an neunter Stelle und existiert in Fassungen mit spanischen, französischen, japanischen, chinesischen und finnischen Untertiteln. In einigen US-Colleges wird das Video bereits als Unterrichtsmaterial genutzt.” (TagesAnzeiger 11.2.10)
“Bausteine einer wirtschaftlichen Regionalisierung” lautet der Titel eines 40-Minuten-Vortrages, in dem der selbständige Wirtschaftsinformatiker und Regionalentwickler Norbert Rost der Frage nachgeht, wie eine Regionalisierung wirtschaftlicher Strukturen auf lokaler Ebene befördert werden kann.
Am Mittwoch, 20. Januar 2010, steht das Thema Geld im Mittelpunkt beim ARD-Abendprogramm ab 20.15 Uhr. Nach dem Spielfilm “Gier” wird die Diskussion “Hart aber fair” ausgestrahlt und um 23.30 Uhr beginnt die Dokumentation “Geld für alle”. Darin geht es um Alternativen im Geldwesen. Themen sind u.a. das Regiogeld Chiemgauer, das nach dem Vorbild des Wörgler Freigeldes gestaltet wurde und seit 2003 in Umlauf ist, weiters das bedingungslose Grundeinkommen und der Sozialismus in Kuba. Die ARD-Reporter Tobias Schlegl und York Pijahn besuchten Christian Gelleri und Franz Galler, die Initiatoren von neuen, ergänzenden Währungen wie dem “Chiemgauer” und dem “Sterntaler” in Bayern und kamen zur Recherche mit Prof. Margrit Kennedy auch nach Wörgl, wo in der Wirtschaftskrisenzeit 1932 und 1933 das Wörgler Freigeld höchst erfolgreich als Zweitwährung eingesetzt wurde. (Text aus http://www.unterguggenberger.org/news.php?m=single&id=519)
Auch in der Schweiz wird der Ruf immer lauter, Modelle zu entwickeln, um Erwerbslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Sozialfirmen werden als Lösung des Problems gepriesen.
Sozialfirmen sind keine Beschäftigungsprogramme für Arbeitslose. Sie wollen Arbeitslose zwar beschäftigen und entlöhnen, aber gleichzeitig ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten, die sich am Markt verkaufen lässt.
Die Plattform für den Austausch von Waren und Dienstleistungen ist mehrsprachig und vielseitig. Die Währung heisst “swap” und getauscht werden kann so ziemlich alles.
Der “Economist” hat eine Schuldenuhr online, welche die Schulden weltweit saldiert ausweist, aber auch für jedes einzelne Land.
Interessant ist auch der Ländervergleich der Schulden pro Kopf der Einwohner.
Die Schweiz gehört z.B. bei den Schulden pro Kopf zu der Spitzengruppe.
Seit einem Jahr gibt es ein von Zürich aus operierendes internationales Tauschsystem mit dem Namen swiss-ecu. Die Tauscheinheit heisst +ecu und ist wertmässig an den Euro gebunden. http://de.swiss-ecu.net
In der Schweiz gibt es bis anhin noch keine eigene Landesvertretung. Doch vom 22. September bis 4. Oktober findet in der Galerie Hohl in Zürich eine Ausstellung der Gruppe Artecu statt. Das Besondere ist, dass die Bilder mit +ecu gekauft und natürlich auch innerhalb von swiss-ecu gekauft und weiterverkauft werden können. http://www.artecu.ch
Wer die Zeche nicht bezahlen kann, muss Geschirr spülen. In Tauschnetzen wird dieser tausendfach angewandte Stammtischspruch zur Realität. Menschen jeglicher Couleur tauschen Geburtstagskuchen gegen Computerkurse. Bezahlt wird mit Zeit.
In Basel wirtschaftet ein wachsendes Netz von Gewerbetreibenden mit Parallelgeld, dem Bon-Netz-Bon. Sowohl Tauschnetz, wie Parallelgeld verstehen sich als Gegenentwurf zur globalisierten Finanzwirtschaft.
Im Zug der Finanzkrise stellt Input die Frage nach der Massentauglichkeit alternativer Geldsysteme und prüft sie im Alltag.
Im heutigen TagesAnzeiger ist ein längeres Interview mit Bernard Lietaer erschienen. Leider ist der Fokus etwas einseitig auf den WIR gerichtet, aber trotzdem lesenswert.
Der WIR hat in der Schweiz ja nicht den besten Ruf was auch nicht ganz unbegründet ist. Trotz den Einschränkungen, eine Bank und eine Komplementerwährung zu sein, hat das Modell WIR eine lange Erfolgsgeschichte hinter sich und die Schweiz dürfte auch ein bisschen drauf stolz sein.
Die Vorderung von Lietaer nach mehr Engagement des Staates bei den Komplementerwährung ist auf jeden Fall zu weiter zu empfehlen.